Zum 01. April 2018 wurden die Gehälter rückwirkend angehoben. Damit liegt das Einstiegsgehalt der MFA in der Tätigkeitsgruppe I nun bei rund 1.884,45 Euro im Monat. Bruttogehalt bei Vollzeitbeschftigung : 167 Stunden pro Monat x Wochenstundenzahl der Teilzeitbeschftigung x 4,33 = Bruttogehalt der Teilzeitbeschftigung. Zur Berechnung wird ein Stundensatz von 1/1673 des Monatsgehaltes zugrunde gelegt. Der Zuschlag beträgt je Stunde 50%. Dies gilt auch für Arbeit am 24. und 31. Dezember ab 12.00 Uhr sowie für Nachtarbeit (= Arbeit, die in der Zeit von 20:00 Uhr bis 07:00 Uhr geleistet wird). Laut Tariftabelle ist ein Einstiegsgehalt von 2.481 Euro in Entgeltgruppe 5 in Stufe 1 fällig. Entsprechend der Berufserfahrung erfolgt automatisch ein Aufstieg in den Stufen, so dass maximal ein Gehalt von 3.078 Euro in Entgeltgruppe 5 möglich ist. Desweiteren ist auch eine Einordung in höhere Entgeltgruppen möglich.

Eine Medizinische Fachangestellte (früher Arzthelferin) kann in einer Arztpraxis zwischen 1.884,45€ und 4.000 Euro brutto verdienen. Zu diesem Gehalt zahlen manche Praxisinhaber Bonusleistungen, wie betriebliche Altersvorsorge, steuerfreie Tankgutscheine oder ein 13. Monatsgehalt als Weihnachtsgeld. Besondere Aus- und Weiterbildungen, wie z.B. VERAH oder NäPa, ermöglichen die Nutzung eines Firmenfahrzeugs. Das bisherige “Weihnachtsgeld” wird 2018 zur Hälfte monatlich umgelegt und die andere Hälfte als Sonderzahlung zum 1. Dezember ausgezahlt. Hierdurch sollen die Personalkosten besser kalkulierbar und Liquiditätsengpässe am Jahresende für die Arztpraxen vermieden werden. MFA haben einen Anspruch nach sechs Monaten, Auszubildende nach einer Wartezeit von drei Monaten.

Zur Berechnung des Bruttogehaltes bei Teilzeitbeschäftigung wird gemäß des Manteltarifvertrags für MFA folgende Formel zugrunde gelegt: des Monatsgehaltes fr Vollzeitbeschftigte zugrunde gelegt. Bruttogehalt bei Vollzeitbeschäftigung / 167 Stunden = Bruttostundenlohn Über den MFA Tarifvertrag wird das Gehalt von medizinischen Fachangestellten festgelegt. Dies betrifft sowohl das Ausbildungsgehalt als auch das Einstiegsgehalt im Beruf und den Verdienst nach einigen Berufsjahren. Im Manteltarifvertrag liegt das Einstiegsgehalt der Medizinischen Fachangestellten in Tätigkeitsgruppe 1 mit 1.931,56 Euro rund 500 Euro tiefer als im zuvor genannten TVöD-B. Dafür ist es im ambulanten Bereich möglich nach 17 Berufsjahren nach entsprechenden Fort- und Weiterbildungen und bei Übernahme eines entsprechenden Verantwortungsbereiches ein Gehalt von 3.806,49 Euro zu erhalten. Mehr zu den Tätigkeiten gibt es im Infoartikel zu Ausbildung und Beruf Medizinische Fachangestellte. Laut Paragraph 12 sind die Arbeitgeber seit 2018 verpflichtet 50 % des 13. Monatsgehalts auf Monatsgehälter und Ausbildungsvergütungen aufzuteilen. Zum 1. Dezember muss dann die Sonderzahlung getätigt werden. Während medizinische Fachkräfte mit einer Betriebszugehörigkeit von einem Jahr 50 % vom Bruttogehalt ausgezahlt bekommen, sind es ab ab zwei Jahren im Unternehmen im Jahr 2019 60 Prozent und ab 2020 sogar 65 Prozent des Monatslohns.

(4) Teilzeitbeschftigte erhalten pro Stunde der mit ihnen vereinbarten Arbeitszeit 1/167tel des jeweiligen Monatsgehaltes fr Vollzeitbeschftigte ihrer Ttigkeitsgruppe.